Studentendemo in Wien
Unter dem Motto #unibrennt haben die Studenten heute also tatsächlich in der Wiener Innenstadt demonstriert. Und ganz schön viele waren da, und furchtbar laut waren sie (wo hatten die alle bloss die Pfeiferln her?).
Damit haben sie sicher jede Menge kleine Tiere, Kinder und alte und kranke Menschen in Angst und Schrecken versetzt. Weniger beeindruckt von den eher utopisch anmutenden Forderungen der StudentInnen war vermutlich Noch-Minister Hahn.
Interessant wäre jetzt ein Blick 10-20 Jahre in die Zukunft – welche und wieviele der heute rote Fahnen Schwenkenden werden dann in Vorstandsetagen sitzen und mit dem Hinweis auf “die wirtschaftliche Lage”, “Effizienzsteigerung”, “Gewinnmaximierung”, “Verantwortung gegenüber den Aktionären” und ähnlichen Schlagworten locker hunderte oder tausende Arbeitsplätze streichen? Sich über “linkes Studentengesindel” ärgern, weil ihr BMW oder Mercedes wegen einer Demo im Stau steht? Welche werden Journalisten sein und dem Establishment nach dem Maul schreiben? Wieviele, die heute gegen den Kapitalismus marschieren, in der Werbebranche – geradezu der Verkörperung des Kapitalismus – tätig sein und das Volks mit allen Mitteln zum Konsumieren zu verführen trachten?
Fragen über Fragen, keine Antworten.
Aber hier kann man sich zumindest beschweren, auch wenn es genausoviel bringen dürfte wie die aktuelle “Bewegung”.



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