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Ba-Ba-BankĂĽberfall

Sowas gibt es nur in Ă–sterreich. Ein mit einer Plastikpistole bewaffneter Geiselnehmer in einer Bank, der daran verzweifelt, daĂź das Klo versperrt ist. Eine Polizei, die das Telefon der Bank nicht sperren läßt. Nachbarn, die das bekannte Lied Ba-Ba-BankĂĽberfall von der EAV in voller Lautstärke dazu aus dem Fenster dröhnen lassen. Eine Spezialeinheit des russischen Innenministeriums, die sich eigentlich eine Ăśbung ansehen wollte - aber lieber auf halbem Weg umkehrt und dahinfährt, wo es so richtig österreichisch zur Sache geht. Und ein Reporter einer Ă–STERREICHischen Tageszeitung, der einfach mal so in der Bank anruft, um den Geiselnehmer zu interviewen … und das Interview verlief ungefähr so:

Journalist: Guten Tag, ich wollte mit dem Herrn sprechen, der dort mit ein paar Leuten drinnen sitzt. Mit wem hab ich die Ehre?
Mitarbeiter: Mitarbeiter der Bawag.
Journalist: Verstehe. Das heiĂźt, Sie sind Geisel?
Mitarbeiter: Ja.
Journalist: Was passiert jetzt grad?
Mitarbeiter:Wer sind sie bitte?
Journalist:Mein Name ist Hagyo von der Tageszeitung Ă–sterreich.
Mitarbeiter:Na bitte, jetzt nicht.
Journalist: Könnte ich bitte den Herrn, der Sie bedrängt, sprechen?
Mitarbeiter:Von wem sind Sie?
Journalist:Ă–sterreich
Mitarbeiter(zum Geiselnehmer):Ein Herr von der Zeitung Ă–sterreich.
Geiselnehmer:Gib her!
Mitarbeiter: Ich verbinde.
Journalist: Danke sehr.
(Tonbandschleife des Bankinstituts)
Jounalist: Hagyo. Hallohallo.
Geiselnehmer: Hallo.
Journalist: GrĂĽĂźe Sie, mein Name ist Hagyo von der Tageszeitung Ă–sterreich.
Geiselnehmer: Wia haaĂźen Sie?
Journalist: Hagyo. Von der Tageszeitung Ă–sterreich.
Geiselnehmer: Und? Was san Sie fĂĽr a Landsmann?
Journalist: Ă–sterreicher.
Geiselnehmer: Hagyo is ja ka Landsmann.
Journalist: Dochdoch, glauben Sie mir.
Geiselnehmer: Ok, und weida?
Journalist: Na, i wollt fragen, wie geht’s Ihnen so?
Geiselnehmer: Wie geht’s Ihna?
Journalist: Mir geht’s ausgezeichnet.
Geiselnehmer: Na sehn Sie.
Journalist: Aber das ist jetzt nicht die Frage, ich habe gehört, Ihnen sind Zigaretten geliefert worden.
Geiselnehmer: Na, wir ham kane Zigaretten. Sind sie von der Kronen Zeitung?
Journalist: Na, von Ă–sterreich.
Geiselnehmer: Pass auf amol. Jetz sog i da aans, Märchenprinz. I hob weder Zigaretten kriagt no sunst wos. Und jetzat dann weama no amoi anruafa, dass ma endlich amoi aufs Klo gehen kennan. Weil’s Klo is abgesperrt.
Journalist: Wirklich? Wieso ist es abgesperrt.
Geiselnehmer: Na weil’s zua is. Wos haast, wieso is es ogsperrt?
Journalist: Ist des normal dort?
Geiselnehmer: Na des is net normal. Jetzt schiaß i da eini amol. I kenn die net, wie haßt du. Hoaaa……Wüßst a Geisel sprechen?
Journalist: Na, i wollt fragen, wias jetz weitergehen wird.
Geiselnehmer: Wos hast, wias weitergeht? Woher ham Sie die Nummer ĂĽberhaupt?
Journalist: Aus dem Telefonbuch.
Geiselnehmer: Des gibt’s net.
Journalist: Sicher.
Geiselnehmer: Wos hast sicher? Wie redst’n mit mir? Das haaßt ja.
Journalist: Ja.
Geiselnehmer: Des huacht si besser an.
(Klack – aufgelegt.)
Journalist: Hallo?

Als Interview gibt das ja nicht besonders viel her.
Aber dafür handelt es sich wohl um ein historisch unschätzbar wertvolles Zeitzeugnis - tatsächlich, so ist ÖSTERREICH! Und es ist auch, wie es sich für Österreich gehört, niemandem etwas passiert.

One Response to “Ba-Ba-BankĂĽberfall”

  1. Blackymaier Says:

    ich liebe diesen Mitschnitt… es fehlt nur ein Satz im Protokoll: “Wos samma gliefert wurn?”

    Ich hab gelesen, dass der Staatsanwalt nun prüft ob man den Hodschi-haudigs-landsmann von Österreich verklagen sollte da er die Geiseln gefährdet hätte (ärgerer Konjunktiv).

    Richtige Frechheit, dass das mit dem Landsmann gar nicht die Frage war - es ging doch um Zigaretten! Noch immer nicht den Ernst der Lage erkannt? Es ging doch um die KlotĂĽr!

    Die Polizei soll ja vorbildlich gewesen sein - aber mal ehrlich…
    Ein Kidnapper der sich anschifft weil er die Klotür nicht aufbringt klingt für mich fast schon lächerlicher als Flugterroristen die ein ganzes Flugzeug mit ein paar Teppichmessern in Schach halten :)

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