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Habemus Canclorum

Was sich schon der kleine Gusi im Sandkasten gewü�nscht hat, ist also eingetroffen – wir haben einen Kanzler, und er hei�sst Gusenbauer.

Gewonnen hat er die Wahl mit Versprechen, die nur SPÖ�-W�ähler fü�r bare Mü�nze nehmen konnten – Abschaffung der Studiengeb�ühren, “Einsparung” der Eurofighter, Grundsicherung fü�r alle, und endlich ein bi�sschen “soziale W�ärme” (reichen denn die globale Klimaerw�ärmung und der alle Rekorde sprengende warme Winter noch nicht aus?)

Entsprechend begeistert ist jetzt �Österreich.

� Die Studenten freuen sich, dass� es wieder was zu demonstrieren gibt. Ging es fr�üher gegen �VP/FP�, geht es jetzt gegen die SP� (auch wenn man sie selber gew�ählt hat) – egal, Hauptsache, es wird demonstriert! Der warme Winter verlangt geradezu nach dieser Art von Outdoor-Aktivit�ät!
“Wer hat uns verraten � Sozialdemokraten!” und: “Schwarz und Rot � f�ür Studierende der Tod!” sind die Lieblingsparolen. Eier, Tomaten und Farbbeutel die Lieblingswurfgeschosse. Aber anders als bei der Angelobung von Schwarz-Blau anno dazumal wurde diesmal so weiträ�umig abgesperrt, da�ss des Kanzlers neue Kleider vor solch garstiger Beschmutzung sicher waren.

� Die Studiengebü�hren sind quasi eh fast so was von abgeschafft. Mit ein bi�sschen Sozialdienst – oder vielleicht auch nur Nachhilfe f�ür Schü�ler – kann Student sich davon freikaufen. Irgendwie halt.

� Die Eurofighter wird der wackere neue Verteidigungsminister schon verhindern. Vielleicht. Oder auch nicht. Im Verteidigen ist Norbert Darabos jedenfalls nicht besonders geü�bt – aus Gewissensgr�ünden hat er den Wehrdienst bleiben lassen und war Zivildiener. Sollte der Einsatz unseres Bundesheers jemals n�ötig sein, wird unser Verteidigungsminister hoffentlich ein bi�sschen auf sein Gewissen vergessen und trotzdem scharfe Munition ausgeben lassen.

� Mit einer kleinen Verwaltungsreform hat man auch schon begonnen – es soll ja schliess�lich gespart werden. Deshalb gibt es jetzt auch 20 Ministerien statt 19. Weil “man das besser durch zwei teilen kann”. Das klingt vern�ünftig. Offensichtlich will man in der SPÖ� nicht mehr mit dem Ruf der nicht vorhandenen Wirtschaftskompetenz leben und beweist die Beherrschung h�öherer Mathematik.

� Die Ö�VP d�ürfte auch h�öchst zufrieden sein, hat sie doch den Gro�ssteil ihres Programms durchgebracht und stellt nicht nur die H�älfte der Minister, sondern auch noch die “bessere Hä�lfte” davon. Die �ÖVP besetzt die Ministerien fü�r Inneres, �Äuss�eres, Finanzen, Wirtschaft und Arbeit, Wissenschaft, Gesundheit, Landwirtschaft und Umwelt. Die SPÖ� bekommt dafü�r den Kanzler, Soziales, Infrastruktur, Verteidigung, Unterricht und Kunst, Frauen und Justiz.
Vergessen die unsterblichen Wort eines gewissen Herrn Edlinger:”Lieber w�ürde ich einen Hund auf eine Wurstsemmel aufpassen lassen als die �ÖVP auf die Finanzen.”

Alfred Gusenbauer und Wolfgang Schü�ssel gratulieren

� Ex-Finanzminister Hannes Androsch darf auch wieder mal etwas sagen. “Die SPÖ� macht sich zum Gespö�tt” – “Harakiri” – das Verhandlungsergebnis ist f�ür die SP� die “Todespille”.

� Die Oppositionsparteien freuen sich, f�ür ihre Wortspenden ein Publikum zu finden und in die Medien zu kommen – und das ganz ohne Wahlkampf! Mit der Angelobung beginne “das letzte Kapitel in der an Seltsamkeiten reichen Karriere des Alfred Gusenbauer, die ihn vom Sandkasten �über den Boden des Moskauer Flughafens bis hin ins Kanzleramt gefü�hrt habe, wo er jetzt als Untermieter der �ÖVP” logieren d�ürfe, sagte am Donnerstag FP-Chef Heinz-Christian Strache. Nachsatz: F�ür seinen “Kanzlertraum” habe Gusenbauer alles geopfert – seine Funktionä�re, seine Mitglieder, seine Wä�hler. Strache: “Verglichen mit Gusenbauer waren Vranitzky und Klima geradezu Sozialrevolution�äre.”

� Josef Cap ist nicht ganz zufrieden. Er wä�re zufriedener, wenn er noch ein biss�chen nachverhandeln d�ürfte.

� Die Steuerzahler freuen sich schon auf die von Gusenbauer versprochene Steuerentlastung in Hö�he von ca. 3 Milliarden Euro!

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