Heimat bist du grosser Töchtersöhne
1. Strophe
Land der Berge, Land am Strome
Land der �Äcker, Land der Dome,
Land der H�ämmer, zukunftsreich.
(Alt: Heimat bist du gro�sser Sö�hne,)
HEIMAT, GROSS�ER TÖ�CHTER, S�ÖHNE
Volk, begnadet fü�r das Sch�öne,
vielger�ühmtes �Österreich!
2. Strophe (bleibt unver�ändert)
Heiss� umfehdet, wild umstritten,
liegst dem Erdteil du inmitten,
einem starken Herzen gleich.
Hast seit frü�hen Ahnentagen
hoher Sendung Last getragen,
vielgepr�üftes Ö�sterreich!
3. Strophe
Mutig in die neuen Zeiten
frei und gl�äubig sieh
uns schreiten,
arbeitsfroh und hoffnungsreich.
(Alt: Einig lass in Brü�derchö�ren,)
Einig lass in FREUD’GEN CHÖ�REN,
(Alt: Vaterland, dir Treue schwö�ren,)
HEIMATLAND, dir Treue schwö�ren,
vielgeliebtes �Österreich!
Frauenministerin Maria Rauch-Kallat will unsere Bundeshymne im Namen der Gleichberechtigung ä�ndern. Da� diese �Änderung nicht gerade das wichtigste Thema ist, wei�ss sie selbst, “aber es sind viele Frauen in dem Land an mich herangetreten. Da f�ühle ich mich als Frauenministerin verpflichtet”. Und schliess�lich “frage ich mich ja, was so schlimm ist, wenn ich die Worte ‘bist du’ durch Tö�chter ersetze. Ich habe ja die Sö�hne drin gelassen. Das kann wirklich niemanden verletzen”.
Jedenfalls “bestehe ich nicht auf meine Version. Das ist ja auch nicht meine, sondern das, was Frauen an mich herangetragen haben. Und wir brauchen ja nicht neu dichten”. Auf Skepsis innerhalb der Bevö�lkerung angesprochen sagte Rauch-Kallat, ein gleichberechtigter Text sei auch “zur sprachlichen Sichtbarmachung der gro�ssen Tö�chter des Landes” notwendig. “Das sind ja nicht nur die ber�ühmten Tö�chter, sondern die Frauen, die nach dem Krieg oft allein unter schwierigsten Bedingungen das Land aufgebaut und Kinder gro�ssgezogen haben, ohne M�änner”. Sie glaube auch nicht, dass “dieses Land noch nicht in der Lage ist, ernsthaft zu diskutieren”. Man solle dieses Thema “nicht verulken, ich will eine ernsthafte Diskussion”.
Sie h�ätte sich “gefreut, wenn ü�ber all die anderen wichtigen Dinge f�ür Frauen in den letzten zweieinhalb Jahren eine ebenso gro�sse mediale Aufmerksamkeit” vorhanden gewesen w�äre wie �äber die Bundeshymne.
SP� und Gr�üne sind dafü�r, die Orangenen halten die Idee fü�r schwachsinnig, der �VP scheint’s ziemlich wurscht zu sein, aber bis zum Nationalfeiertag soll es einen Vorschlag von Frauenministerin Maria Rauch-Kallat und Sozialministerin Ursula Haubner geben.
Besonders durchdacht ist die ganze Aktion jedenfalls nicht:
* Da wird erst einmal die �Öffentlichkeit aufgescheucht, ohne sich um die rechtlichen Grundlagen zu k�mmern – schlie�sslich gibt es Urheberrechte an der Hymne und sie kann nicht so ohne weiteres ge�ändert werden. Das l��ässt sich jetzt nicht mehr sachlich und in Ruhe nachholen, weil die Medien die Sache wie die Geier verfolgen und ausschlachten
* Den Auftrag zur �Änderung bei zwei Ministerinnen zu deponieren, deucht auch etwas seltsam – haben die beiden denn die n�ötige k�ünstlerische Qualifikation?
Oder ist alles doch sehr wohl durchdacht und nur der Versuch, von den Pannen bei der e-card abzulenken, und nach ein paar Wochen passiert das Ü�bliche – nä�mlich gar nichts?
Denn tats�ächlich handelt es sich doch nur um ein Scheinproblem:
- wichtiger f�ür die Gleichberechtigung w�äre es wohl, etwas daf�ür zu tun, da�ss Frauen gleiches Gehalt f�ür gleiche Arbeit bekommen
- wieviele Prozent der �Österreicher kennen den Text der Bundeshymne �überhaupt, und wieviele mehr als die erste Strophe?
- und wann haben Sie zum letzten mal die Bundeshymne gesungen (nicht gesummt oder instrumental) gehö�rt oder gar selber gesungen? Vermutlich in der Volksschule.
Nachdem das Thema also eigentlich gar keines ist, ist es grade das richtige fü�r den Querulanten!



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