Neue US-Doktrin zum Einsatz von Nuklearwaffen
Nachdem die USA ja bis jetzt immer abgelehnt hatten, sich zu verpflichten, auf einen nuklearen Erstschlag zu verpflichten, gibt es jetzt - nach dem Ende des kalten Krieges und im Hinblick auf den ‘Krieg gegen den Terror’ - eine neue Doktrin.
Darin heißt es, daß ein nuklearer Erstschlag unter anderem (beim Präsidenten, nur er kann den Einsatz von Nuklearwaffen befehlen) angefordert werden kann,
* wenn ein Gegner die berühmten ‘Weapons Of Mass Destruction’ einsetzt oder die Absicht hat, welche einzusetzen.
* um Massenvernichtswaffen, Tiefbunker oder Infrastruktur, die zum Einsatz von Massenvernichtswaffen benötigt wird, zu zerstören
* um die Absicht und Fähigkeit der USA zu demonstrieren, Nuklearwaffen zur Abschreckung gegen den Gebrauch von Massenvernichtswaffen einzusetzen (!)
Also mehr oder weniger ein Freibrief für einen Erstschlag.
Dazu paßt auch, daß das Militär dazu drängt, Mittel für die Entwicklung von neuen ’sauberen’ Nuklearwaffen und Nuklearwaffen zur Zerstörung von unterirdischen Zielen freizugeben.
Siehe ‘Doctrine For Joint Nuclear Operations’ , besonders Seite 47.
Wenn ich da an den Beginn des Irakkrieges denke!
Donald Rumsfeld ein paar Tage vor der Invasion “…. we know where they (Weapons Of Mass Destruction) are.”
Nachdem der Krieg gegen die ‘Terroristen’ im Irak und in Afghanistan ja nicht gerade gut und wie geplant läuft, wäre die neue Doktrin natürlich sehr praktisch, wenn es dann gegen den Iran und Nordkorea gehen soll (die ‘Achse des Bösen‘)!



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